Hier entsteht ein Buch

Uberman Woche 1 - Zwischenbilanz

Hombré Montag, 14. Oktober 2013 2 comments

Eine Woche ist vorbei, seit ich meinen Schlafrythmus nach dem Uberman ausgerichtet hab. Das heißt von 9 bis 10 Stunden Schlaf auf sechs 20 Minuten Nickerchen. Sprich ich hab meine Schlafenszeit um fast 80% reduziert. Wow.
Theoretisch.
 
In Wahrheit bin ich von Anfang an viel zu locker an die Sache ran gegangen. Wie schwer sollte das schließlich schon sein? Aber allein der Fakt, dass ich es erst nach 5 Tagen fertig gebracht habe, wirklich nur insgesamt zwei Stunden zu schlafen, zeigt wie hart mein Vorhaben tatsächlich ist. Natürlich gibt es genug da draußen, die jetzt leichtsinnig sagen, was hat denn der für ein Problem, so was kann doch gar nicht so schwer sein. Mit Sicherheit gibt es auch bestimmt ein paar, die es tatsächlich selbst ausprobiert haben und recht schnell in den Rhythmus rein kamen. Aber ich sag euch: Es ist verdammt schwer. Und wer's nicht glauben will, soll es doch mal ne Woche ausprobieren.
 
Ich jedenfalls bin fürs erste daran gescheitert, denn selbst nachdem ich jetzt zwei Tage polyphasisch geschlafen hab, wird es ja eigentlich erst jetzt unglaublich schwer die Augen offen zuhalten. Und heute Morgen hab ich schon wieder überschlafen.
 
Am anstrengendsten ist es, nach den Nickerchen sofort aufzustehen, anstatt einfach liegen zu bleiben und auf seinen Körper zu hören, der sagt "Scheiß drauf, schlaf weiter!". Tagsüber war es bisher für mich eigentlich kein Problem mich wach zuhalten, da es ja schließlich dem normalen Tagesablauf entspricht. Selbst das Nickerchen um 1 Uhr Nachts schien leicht machbar zu sein, da ich in der Regel eh erst gegen zwei schlafen geh. Bei dem gegen 9 Uhr zeigt sich schon längst die Sonne am Horizont, weshalb auch das nicht wirklich ins Gewicht fällt. Aber das dazwischen um 5... Das ist die Hölle.
 
Nachdem ich anfangs bei dem Versuch scheiterte, mich durch simples Fernsehen wach zuhalten, kam ich dann endlich zu der momentan besten Lösung: Die Viva Night Sounds im Hintergrund und ein wenig Arbeit am Laptop im Vordergrund. Aber das ständige Bildschirm anstarren ermüdet auf die Dauer ebenso, wie die sich fortlaufend wiederholenden Songs von Britney Spears und Olly Murs. Ein bisschen physische Arbeit wäre daher gar nicht schlecht. Schließlich zeigen die morgendlichen Spaziergänge auch ihren Erfolg.
 
Nach einer Woche mit wenig Schlaf, kann ich also sagen, ich hab's fürs erste verhauen. Deshalb drück ich jetzt den Reset-Knopf und fang in Woche zwei nochmal ganz von vorne an. Und dieses Mal hoffentlich mit noch weniger Schlaf. Oje...

Kommentare:

  1. Verstehe ich das richtig: statt normal zu schlafen, 6 mal 20 Minuten schlafen ? Also falls Du das so machst, Prost Mahlzeit. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Du krank wirst. Das zerstört Dein Immunsystem völlig und das kann dann richtig fiese Krankheiten nach sich ziehen, auch Krebs, wenns ganz schlimm kommt. Hör auf damit und höre auf Deinen Körper.

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  2. Also im Grunde genommen kriegt der Körper in diesen sechs mal 20 Minuten (fast) alles was er braucht. Wenn er sich erstmal an den neuen Rhythmus gewöhnt hat, was spätestens nach einem Monat passiert sein sollte, merkt man nicht einmal mehr die Müdigkeit.

    Es mag zwar sein, dass durch diese kurzen Schlafphasen dem Körper langwierig geschadet werden könnte, dazu ist aber bisher noch nicht viel bekannt (weder für die Pro noch für die Contra Seite) und solange man nicht länger als 6 Monate diesem Rhythmus folgen sollte, dürfte das auch keine ernsthaften Folgen nach sich ziehen. Das man aber durch Schlafentzug Krebs kriegen soll, ist mir neu o.O''

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